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Aland.

Der Aland (Leuciscus idus)

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Vorkommen im Edersee

Der Aland wurde erstmalig bei der Fischbestandserhebung 2005 am Edersee systematisch nachgewiesen. Bereits vorher waren jedoch Einzelnachweise von Anglern bekannt. Leider wird der Aland meist nicht erkannt. Er wird sehr oft mit dem Döbel, dem Rotauge oder der Rotfeder verwechselt. 

Der Aland laicht als europäisch-sibirische Art relativ früh (ab 6° C Wassertemperatur) und ist deshalb im Spätsommer bei den regelmäßig durchgeführten Brutnetzbefischungen schon relativ groß (60 -120 mm Totallänge). Die rheophile Art kommt in den Barben- und Brassenregionen vor und besiedelt aber auch Stillgewässer mit einmündenden Fließgewässern, in denen abgelaicht wird. Es ist bekannt, dass der Aland in der Oberen Eder und wahrscheinlich auch in den Mündungsbereichen der in den Edersee einmündenden Bäche ablaicht.

Anglerfänge:

Der Aland wird im Edersee nur vereinzelt von Anglern erbeutet (zumeist als Beifang beim oberflächennahen Spinn- oder Schleppfischen).  Beim Angeln auf Rotaugen werden ebenfalls Alande gefangen. Leider werden diese aufgrund mangelnder Artenkenntnis bei den Anglern sehr oft verwechselt. Dementsprechend gering sind die Fangmeldungen der Angler. Die Daten der Angler sind nicht besonders aussagekräftig.

Für den Aland liegen keine Längenfrequenzdiagramme oder sonstige Auswertungen vor, da die Fangquote für eine statistische Auswertung zu gering ist. Bis zum Jahr 2010 war der Aland ganzjährig geschützt. Seitdem besitzt er eine Schonzeit (1. April bis 31. Mai) und ein Mindestmaß (30 cm). Mit Änderung der Hessischen Fischerei Ordnung am 14.12.2016 hat der Aland keine Schonzeit und kein Mindestmaß mehr.

Nachweis beim  Fischbestandsmonitoring:

Bei den verschiedenen Methoden der Fischbestandserhebung gelingt der Nachweis von Aland nur selten, da sein Vorkommen als nicht sehr groß angesehen werden muss.

Bei der seit 2005 jährlich durchgeführten Jungfischuntersuchung (mittels Brutnetz) konnten regelmäßig geringe Stückzahlen nachgewiesen werden (Stand 2016). 

Bei der Multi-Mesh-Kiemennetzbefischung gingen jeweils nur Einzelexemplare in die Netze. Dabei handelte es sich zum Teil aber um sehr große und entsprechend alte Exemplare, was die vorgenommenen Altersbestimmungen belegen. 

Bei den Elektrobefischungen gelingt der Fang von Alanden öfters.

Insgesamt kann aus allen vorliegenden Ergebnissen gefolgert werden, dass der Aland im Edersee eine stabile, wenn auch kleine Population ausgebildet hat. Inwieweit er zukünftig eine größere Rolle in der Fischbiozönose spielen wird, bleibt abzuwarten. Eine Prognose kann derzeit verlässlich nicht abgegeben werden.

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Bild: Aland aus dem Edersee

Elektrofischen am 17.06.15 - Aland

Bild : Aland beim E-Fischen gefangen

 

Bild: Tabelle mit den Fängen bei der Brutnetzbefischung 2005-2016

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